Zurück in der Tenuta, in den ehemaligen Stallungen, bietet uns Luciana zwei Rot- und einen Weißwein zur Degustation an: SorìdiGiul, Arlandino und Silente. Drei Weine, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch dieselbe Handschrift aufweisen.
SorìdiGiul ist eine Hommage an Guidos Tochter Giulia. Gewonnen aus 100 % Freisa Trauben reift dieser sortenreine autochthone Wein geduldig für 8 Monate in neuen, französischen Tonneaux Eichenfässern, gefolgt von 12 Monaten in 30 hl großen Eichenfässern. Die Trauben sind mit der Nebbiolo-Rebe verwandt, entstammen einem der ältesten Weinberge des Guts und geben einen, wie Luciana betont, "interessanten Charakter”. Verwendet werden nur die besten aller Trauben. Sorì bedeutet übrigens Sonnenhügel und beschreibt seinen Standort voller Licht mit vielfältigen Ton- und Sandsteinböden. Reich an Struktur und Duft, interpretiert dieser Wein die piemontesische Tradition.
Arlandino stellt den antiken Namen der Grignolino-Rebsorte dar. Als alte autochthone Piemonteser Sorte bringt diese Traube einen fruchtigen, leicht kirschroten Wein mit erfrischender Herbheit hervor. Die kalkhaltigen, weißen Böden verleihen Frische und Struktur. Für neun Monate in INOX-Stahlfässern gereift, hat dieser Rotwein einen besonderen "crunch", wie wir lernen und erschmecken. Jede Traube muss saftig, die Haut prall und die Samen knackig sein – werden diese Komponenten nicht erfüllt, würde der Wein bitter und körperlos sein.
Der Silente Delle Marne wächst als reinsortiger Chardonnay in kalkhaltigen und tongesteinreichen Böden, die fossile Meeresablagerungen enthalten. Wir verkosten die intensiven Aromen reifer Zitrusfrüchte und feine Röstnoten vom Barrique-Ausbau. Vollmundig und sehr elegant am Gaumen spiegelt dieser Spitzen-Weißwein für uns die Essenz seines Terroirs wider.